Kleine Zeitung, 28. 8. 2006Am Ende ein fließendes SpielPhilip Glass, "abgelenkt" und eingebettet zwischen Vivaldi und Brahms: Womit die "Voices" des 17. Judenburger Sommer verstummt sind.
Lenkt das stumme, fließende Spiel mit den farbigen Lichteffekten nicht ab von der Musik? Fest steht, dass Philip Glass' 3. Symphonie in ihrer atmosphärischen Luftigkeit und den jagenden, Aufbruch signalisierenden Klängen keiner szenischen Unterstützung bedürfte. Aber beim abschließenden Abend des "Judenburger Sommer" überließ das sympathische Wiener Kammerorchester diese Komposition lang den vorderen Bühnenbereich den Pantomimen Alexander Neander und Wolfram von Bodecker: "Voices", so das diesjährige Motto, lassen sich auch wortlos vermitteln. Und unters Zirkuszelt passt die Performance allemal. Die Besucher honorierten mit Getrampel.
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